Teicherde und andere Fremdstoffe

Drucken

Ein Erfolg wird sich nur einstellen, wenn alle Fehler korrigiert werden. Es müssen Fremdstoffe aus dem Wasser genommen werden. Dazu gehören Teicherde, Teichpflanzensubstrate, Hornspäne, Dünger für Wasserpflanzen, Lehm vom landwirtschaftlichen Acker, Ton, Lehm, kalkhaltige Steine, Gartenerde, Kompost, Grasssoden, Torf, Rinde, Stroh, Grobkies, Findlinge, aufgefangenes Regenwasser, Steinplatten, Kalksandsteine, Materialien aus Beton. Diese Liste ist unvollständig, jedoch können Sie bei Ihrem eigenen Teich nachsehen, ob er etwas enthält, was nicht hinein gehört.

Diese Materialien sind nicht in einem Naturgewässer zu finden und dürfen auch nicht in einen Gartenteich, sie sind Fremdstoffe! Teicherde beispielsweise ist völlig überflüssig im Teichbau, denn warum sollen wir die Wasserpflanzen mit Nährstoffen versorgen? wo doch alle Wasserpflanzen haben in der Natur die Aufgabe Nährstoffe abzubauen, um Algen keine übermäßigen Nährstoffe zukommen zu lassen. Und wer Wasserpflanzen mit Teicherde einsetzt, kann davon ausgehen, dass diese Pflanzen in den nächsten 10 Jahren keine Nahrung aus dem Teichwasser aufnehmen werden. Denn die einmal eingegebenen Mengen an Teicherde werden von den Pflanzen nicht abgebaut. Die im Sommer verbrauchten Nährstoffe werden im nächsten Winter durch den biologischen Verrottungsprozess wieder zurücktransportiert und für den nächsten Sommer gespeichert. Teicherde, Lehm, Torf, Ton, Hornspäne und sonstige organischen Materialien dienen nur dem Auge des Teichbesitzers. Für die wichtigen biologischen Prozesse sind sie allerdings wertlos – sie kosten nur Geld!

Pflanzen und Mikroorganismen arbeiten zusammen. Die Mikroorganismen zersetzen alle organischen Materialien wie bei dem Beispiel mit der Milch. Und die durch den Zersetzungsvorgang erzeugte Nährstoffkette wird wiederum von den Wasserpflanzen benötigt, um wachsen zu können. Alle Fremdstoffe, die zusätzlich ins Wasser gelangen, können dieses Gleichgewicht empfindlich stören.

Auch Regenwasser, das von Dächern in kleine Teiche geleitet wird, kommt nicht in Frage. Stellen Sie sich vor, es hat im Sommer einige Tage oder Wochen nicht geregnet. Plötzlich gelangen mit einem Gewitterregen einige Kubikmeter Wasser in den Teich und mit diesem Wasser werden große Mengen an Staub und Pollen in den Teich gespült. Kleine Teiche können diese Energie nicht mehr abbauen und viele Algenkulturen erhalten ihre Chance, sich zu vermehren. Gewitterregen kann aber auch statisch stark aufgeladen sein, was man daran erkennt, dass das Wasser stark bläulich schimmert. Gewitterregen kann auch sehr niedrige PH-Werte mit sich bringen, Werte von unter 4 sind keine Besonderheit. Das Wasser wird dann so sauer, dass alle Kleinstlebewesen sofort ihre Tätigkeit für einige Tage einstellen. Regenwasser darf nicht in den Gartenteich eingeleitet werden!

Einen Kommentar schreiben

 

 

 

Diese HTML-Tags können verwendet werden

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Spam Protection by WP-SpamFree

Spam protection by WP Captcha-Free